Sheltie mit Maulkorb

Ein Maulkorb für den Sheltie-Freund

Ihr wisst ja: Ich bin ein ganz gefährlicher. Ich beiße wild um mich und am Liebsten in die Hacken von Omas mit Rollator. Weil ich nämlich neidisch bin, dass die so schnell sind und ich nicht. Nein, das war natürlich nicht ganz ernst gemeint (bevor mir noch jemand das Veterinäramt auf den Hals hetzt). Ich tu das nicht. Aber auch der besterzogene Hund brauch einen Maulkorb. Wofür? Tja, Deutschland ist da sehr bürokratisch und hier ist ja sogar die Krümmung von im Supermarkt verkauften Salatgurken genormt.

Deshalb ist es auch Vorschrift, dass Hunde, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen und nicht in einer Transportbox sind, zu Maulkorbpflicht verdonnert sind. Das ist zum Beispiel bei meinen pünktlichen Freunden von der Deutschen Bahn so. In Berlin wären wir schon mal fast aus dem Bus geflogen, weil ich keinen Maulkorb hatte. Der Busfahrer stellte meiner Ollen das Ultimatum, dass sie mich auf den Schoß nimmt, oder wir eben zu Fuß gehen müssen.

Der Busfahrer war ein Hundekenner, wie man merkt. Kennt ihr die Videos von den verzogenen Schoßhunden, die auf dem Schoß vom Frauchen thronen und alles und jeden bedrohen und beißen wollen, der sich ihrem Frauchen nähern will? Der Schoß der Ollen gibt eben jedem Hund Superkräfte. Und außerdem scheint da dann auch sonst einiges schief gelaufen zu sein, getreu dem Motto „Ich Chef, du nix“

Bumas Maulkobr neongrün braun

 

Passender Maulkorb für Sheltie-Schnauzen

Wer mich kennt weiß, dass ich eine lange, schmale Schnauze habe. Bin eben ein echter Sheltie. Ich habe schon gelegentlich mal was anprobiert: Am schlechtesten passten diese komischen Nylon Maulkörbe, die einem am Hecheln und Trinken hindern. Und alle anderen Maulkörbe waren entweder im Umfang zu groß oder in der Länge zu kurz.

So gingen jetzt drei Jahre ins Land, bis meiner Olle zufällig im (von uns gekrönten zum) bestausgestattetem Hundegeschäft der Welt, dem Hundemaxx in Neuaubing, ganz bunte Maulkörbe ins Auge sprangen. Vor allem einer in pink und weiß hatte es ihr angetan. Wieso pink fragt ihr euch? Das frage ich mich auch. Aber meine Olle behauptet ich sei so eine Pussy und deshalb bräuchte ich einen in pink. Denn der Name sei bei mir Programm. Da meine Olle aber zur Spezies „Is ja toll, kauf ich später“ gehört, gingen wir unverrichteter Dinge wieder nach Hause.

 

Maßgefertigte Maulkörbe

Ihr ließen die bunten Maulkörbe aber keine Ruhe, so befragte sie Tante Google und die sagte ihr, dass der Hersteller dieser Maulkörbe BUMAS aus Österreich sei. Und BUMAS hatte sogar einen Online-Shop. Dies sei ja auch keine großes Hexenwerk, meint meine Olle. Ziemlich begeistert war sie aber davon, dass man die Maulkörbe individuell gestalten und die Größen verändern konnte. Mit dabei sogar ein „How-to“-Video, das selbst meine Olle hat verstehen lassen, wie man die richtige Größe für seinen vierbeinigen Hundekumpel rausfindet.

So sah sie sich das Erklärvideo an, holte ein Maßband und nahm an meiner Schnauze Maß. Sie gab meine Maße ein (90-60-90 sind die natürlich 😉 ) und konnte die Farben auswählen. Ein animiertes Modell des Maulkorbes änderte sich dabei immer, je nach dem, was man grade für eine Größe oder Farbe ausgewählt hatte. Zu meinem Glück entschied sie sich für einen grünen Korb und, passend zu meine Fell, gab es Braun für die Riemen.

 

Ziemlich flexibles Teil

Kurz nachdem meine Olle bestellt hatte war das Paket da. Es wurde zusätzlich zum Maulkorb eine Anleitung, wie man den Hund an den Maulkorb gewöhnt sowie Sekundenkleber, mitgeliefert.

Der Sekundenkleber ist dazu da, um den Maulkorb später endgültig zu fixieren. Er hat nämlich einen Haufen von Schrauben, um die Einstellmöglichkeiten zu ändern. Der Sekundenkleber dient sozusagen als Redundante, falls sich doch eine Schraube mal lösen sollte. Außerdem hat er oben einen einfachen Verschluss, der sich super öffnen lässt. Er war zu Anfang etwas schwergängig, aber das hat sich nach viermaligen Schließen gegeben.

Bumas Maulkorb Gesamtpaket

 

 

Schneller dran gewöhnt als gedacht

In der Anleitung stand, dass man Leberwurst von innen in den Maulkorb schmieren soll. Also kauften wir Leberwurst und meine Olle versuchte mir das Ding schmackhaft zu machen. Leider kam ich mit der Zunge nicht an die Leberwurst. Vielleicht hab ich mich auch zu blöd angestellt. Aber meine Olle hatte Mitleid und schmierte sich die Leberwurst auf die Finger und steckte sie durch den Korb. Ging auch super. Wir haben ihn dann zum Gassi gehen kurz aufgesetzt. Ich habe versucht ihn abzustreifen, aber meine Olle hat es mir leider Verboten und da ich ja fast alles mache was sie sagt, habe ich mich dran gehalten.

Nach zwei Tagen kam er auch endlich zum Einsatz: Ich musste mit der Bahn fahren. Meine Olle hat zum ersten Mal ein Ticket für uns zwei gekauft. Sonst bin ich ja immer in einer Tragetasche gereist – laut Vorschrift der Deutschen Bahn benötigen Hunde in Transportbehältern keine Maulkörbe. Da hatte mein Maulkorb dann Jungfernfahrt. Quasi. Schlafen ging damit auch ziemlich gut. Ich habe 70 % der Zugfahrt verschlafen.

Nun kann mir niemand mehr mit Rausschmiss aus den Öffentlichen Verkehrsmitteln drohen. Ich bin ja jetzt Beförderungsbedingungskomform ausgestattet und sehe noch obercool aus dazu!

 

Euer Fiete.

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Icke bin Fiete. Meines Zeichens echter Norddeutscher Sheltie. Aufgewachsen in Berlin, ausgewandert nach München. Geprüfter Begleithund und Charmeur.

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