Haupstadtrocker Fiete bei Locafox

Bürohund Fiete

Als ich damals im Studium anfing über einen Hund nachzudenken habe ich mir die Frage nach dem „Was ist später?“ ziemlich leicht beantwortet. Für mich war immer klar, dass mein Hund natürlich mit in die Arbeit kommt. Und wenn das Unternehmen mich und meinen wirklich gut erzogenen Fiete nicht will, dann eben nicht. Über meine Erfahrungen die ich mit Fiete als Bürohund gesammelt habe gibt’s hier mehr:

Hund im Büro? Nicht jeder ist davon begeistert

So war zumindest die Theorie. Eine Theorie, die in meinem Kopf Sinn zu machen scheint, macht in anderer Leute Kopf nicht zwangsläufig auch Sinn. Deshalb sah die Praxis anders aus: Ich suchte und suchte nach einer Praktikumsstelle – es war schon schwer überhaupt eine zu finden; danach, ob ich meinen Hund mitbringen darf, traute ich mich gar nicht mehr zu fragen.

Als ich doch endlich einen Praktikumsplatz in einem Berliner Start Up bekam, erlaubte mir mein Arbeitgeber Locafox dann Fiete einmal in der Woche mitzubringen, den Rest der Woche war er zu hause – in einer WG kein Problem, da ist ja irgendwie immer jemand da und Fiete kann auch recht gut alleine bleiben. Es waren im Büro nicht alle davon begeistert, aber diejenigen, die damit nicht einverstanden waren, waren räumlich weit entfernt von dem kleinen quengelnden Ungeheuer.

Regeln müssen auch im Büro her

In der ersten Zeit stürmten alle auf Fiete ein und freuten sich. Und er sich natürlich mit. Schließlich ist ein Bürohundetag ja nur für ihn da. Damit alle ihm huldigen und sich um ihn kümmern. So zumindest lautet seine Sicht auf die Dinge.

Es ist erstaunlich wie erheiternd so ein Hund für das Büroklima ist. Fiete lag immer angeleint neben meinem Schreibtisch, damit er nicht auf Streifzüge durchs Großraumbüro geht und einen nach dem anderen mit seinem „Ich bin das Baby – du musst mich lieb haben“-Blick von der Arbeit abhält. Und man lässt sich ja gerne mal von der Arbeit ablenken 😉 . Ich war immer penibel darauf bedacht, dass er andere nicht stört – denn schließlich ist es nicht selbstverständlich, dass alle Hunde mögen.

zerkauter Anti-StressballAllerdings ist es für konzentriertes Arbeiten nicht grade förderlich, wenn die Kollegen dennoch ungefragt zum Hund gehen, ihn knuddeln, welcher dann seinerseits irrsinnige Grunzgeräusche von sich gibt oder ihn ableinen und mit einem Zalando Stressball durch die Gegend werfen. Vor allem weil das kleine Energiebündel dann so hochgeputscht ist, dass er erstmal wieder 1,5 Stunden braucht bis er sich beruhig.

Also mussten Regeln her. Diese lauteten: Nicht ungefragt streicheln und ein „lass ihm mal seine Ruhe“ musste akzeptiert werden. Auch spielen war erst am Abend erlaubt.

Bürohund Hauptstadtrocker FieteNachdem ich diese Regeln eingeführt hatte, hatte ich für mich das Gefühl, dass ich nicht immer auf den Hund aufpassen muss, Fiete wurde entspannter und stand nicht mehr unter Strom. Das wiederum führte dazu, dass er bei lauten Geräuschen nicht mehr so häufig anschlug, wenn die Kollegen sich mal wieder – in seinen Augen – unangemessen verhielten.

Im Übrigen hatte Fiete auch eine Aufgabe: Ich brachte ihm bei die Nerf-Gun Monition wieder einzusammeln. Das sind kleine Schaumstoffplatten mit denen man in Start Ups aus einer Nerf-Gun seine Kollegen abschießt 🙂

Nur ein kurzes Intermezzo als Bürohund

Leider war ich nur kurz bei Locafox – selbst gewähltes Schicksal. Es ist immer wieder schön, wenn ich ihnen in Berlin einen Besuch abstatte. Neulich brachte ich Fiete mit. Prompt stürzten sich alle auf den kleinen Unhold.

Zitat meines geschätzten Kollegen Thilo Grösch: „Ihr fehlt. Wer von euch beiden mehr fehlt lasse ich jetzt mal offen – aber ihr fehlt“. Dass sie mich am meisten vermissen ist ja klar, denn ich bin nicht diejenige die bestialisch nach Rüde riecht 😉

Jetzt ist Fiete kein Bürohund mehr. Wie wir es jetzt handhaben erfahrt ihr demnächst 🙂

Dieser Artikel ist im Rahmen der Serie „Blogbällchen – alleine bleiben oder mit ins Büro?“ entstanden

Der nächste Artikel dieser Serie erscheint am 19. April 2015 auf Punktesturm.

Bisher verfasste Artikel aus dieser Serie:

Und dann kam Lilly …
Gassireport
hell&blau
Amber&Me
Lucies Hundefutterblog
It´s about DOGS and Chiru
Skyla´s Welt
Moe & Me
Les Wauz
Portraits von Mensch & Tier
Joko – jetzt sheperds

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Von Schleswig-Hostein über Berlin nach München. Seit 2012 Hundebesitzerin.

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