Schloss Neuschwanstein Hund

Ausflug nach Schloss Neuschwanstein

Leute, ihr werdet es nicht glauben: Heute haben wir eine richtige Touri-Tour gemacht – wie sie im Buche steht. Meine Olle, Freunde von meiner Ollen und meine Wenigkeit haben einen Tagesausflug nach Schloss Neuschwanstein gemacht.

Ihr wisst schon, das Schloss vom Märchenkönig Ludwig II. von Bayern, von den Bayern liebevoll „Kini“ genannt, der laut eines umstrittenen Gutachtens für „seelengestört“ und „unheilbar“ erklärt wurde und zwei Tage nach seiner Entmündigung tot im Starnberger See trieb.

Los ging der wilde Ritt bereits heute Morgen um 10.15 Uhr südlich von München. Die Tickets für die Führung sollten eine Stunde vor Führungsbeginn abgeholt werden und unsere „Reiseleitung“ hat sicherheitshalber ein bisschen mehr Puffer eingebaut. Man weiß ja nie was für Preussen so über die Landstraßen schleichen 😉

Angekommen sind wir ungefähr um 11.45 Uhr in Schwangau. Auf dem Parkplatz konnten wir live beobachten, wie ein Asiatischer Fahrer eines (anscheinend) Mietwagens fast ein anderes Auto beschädigte, da ihm die größte Parklücke offenbar nicht groß genug war.

Da der Weg zur Marienbrücke momentan gesperrt war, über den man einen schöneren Angstieg zum Schloss hatte, sind wir den Kutschenweg hoch gelaufen. Die Zweibeiner hätten sich auch eine Kutschfahrt gönnen können, entschlossen sich aber dann doch dagegen. Mit der Kutsche hoch hätte es 4,50 Euro pro Person gekostet und hinunter 2,00 Euro.

Kurze Rast bitte

Also liefen wir gemütlich den Weg hoch, schafften ihn aber trotz des Tempos in der Hälfte der angegebenen Zeit und kehrten erst einmal beim Schlossrestaurant ein, das auf dem Weg lag.

Für mich gab es dort Wasser, für die Zweibeiner Bier und Käsespätzle. Leider waren die Zweibeiner weder vom Essen noch vom Service überzeugt. Aber ihnen ging’s ähnlich wie mir: Ich bekam Mineralwasser mit Kohlensäure, weil meine Olle nix anderes für mich parat hatte. Schlechter Service und schlechtes Wasser. Unfassbar!

Schlossführung nur ohne Schlosshund

Fiete Schloss NeuschwansteinDann liefen wir noch zum Schloss hoch und machten ein Foto von mir. Da Hunde nicht mit an der Führung teilnehmen dürfen, passte eine Freundin, die die Führung bereits zwei Mal mit gemacht hat, auf mich auf.

Ich beschwerte mich noch kurz, als meine Olle weiter zu meinem Palast ging, vergaß dann aber sogleich was ich eigentlich zu motzen hatte und trottete meiner neuen Freundin treudoof zum Imbiss hinterher, wo wir gemütlich warteten und Leute beobachteten. Ick sagen euch: Besser als jede Schlossführung.

Die Führung

Die Führung für die Zweibeine dauerte ca. 20 – 30 Minuten. Der Kini ist nämlich im See ertrunken, bevor das Schloss fertiggestellt werden konnte. Deshalb gibt es eben nur wenige Räume zu besichtigen. Bei den Privaträumen, die ziemlich düster und für heutige Verhältnisse verstörend sind sowie einem Hinweis, dass der König zum Ende seines Lebens Zusehens Nachtaktiv war, aber auch der Gegensatz zu dem Prunk, der im Schloss herrscht, lassen sich manische Züge nicht ganz abstreiten.

Schloss Neuschwanstein InnenhofNachdem die Zweibeins die Führung beendet hatten, gingen sie noch mal in den Schlosshof. Über dem Einlassdrehkreuz zeigte die Anzeige Führung Nummer 383, die Führungsnummer „meiner“ Reisegruppe war 372. Jährlich 1,5 Mio. Besucher hat das Schloss Neuschwanstein, bereits 300 Tage nach seinem Ableben wurde es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Heimweg

Runter ging es den Hügel ganz fix, meine Olle nahm mich am Imbiss entgegen, es wurde noch ein Eis gegessen. Darf man auch, bei 34° C Außentemperatur. Danach traten wir mit den Touristenströhmen den Rückweg an, knipsten noch ein paar Fotos und fuhren dann gemütlich im klimatisierten Auto nach München.

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Icke bin Fiete. Meines Zeichens echter Norddeutscher Sheltie. Aufgewachsen in Berlin, ausgewandert nach München. Geprüfter Begleithund und Charmeur.

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